Wörterbuch-Glossar

(in alphabetischer Reihenfolge)

achterlich: alles, was von achtern (hinten) kommt. Im Gegensatz zu „vorlich": was von vorne kommt.

Achterstag: Drahtseil, das den Mast von der Spitze an mit einem Haltepunkt am Heck verbindet. Durch die veränderbare Spannung kann der Mast nach achtern gezogen werden, was für den Trimm der Yacht von großer Bedeutung ist.

Amwindkurs: Der Wind kommt von vorne, im Winkel von ca. 20°. Diese Fahrt gegen den Wind ist nur durch das aerodynamische Profil der Segel möglich und die Abdrift-Gegenwirkung des Schwertes bzw. Kieles möglich.

Babystag: kurzes Vorstag, das von der unteren Saling des Mastes zum Vordeck geht.

Babywanten: Wanten, die von der unteren Saling zum Deck gespannt sind.

Backbord/s: linke Seite des Schiffes, immer von hinten, dem Heck aus gesehen.

Backbordbug: wenn die Segel in ihrer Längsrichtung nach links orientiert sind. Gegenteil ist der Steuerbordbug.

Baum: Ein längsschiffs am Mast angebrachtes Rundholz oder Alu-Profil, an dem das Groß-Segel unten angeschlagen wird, durch den die Reffleinen gehen und an dessen Ende eine Leine (Groß-Schot) befestigt ist, mit der der Baum in die richtige Position zum Wind gebracht wird.

Bft: Abkürzung für Beaufort-Skala, ein gebräuchliches Maß für die Windgeschwindigkeit, die in 12 geschätzten so genannten „Stärkegraden" eingeteilt wird. Heute vielfach ersetzt durch Maßeinheiten wie Knoten (kn), Meilen pro Stunde (mph), Kilometer pro Stunde (km/h) oder Meter pro Sekunde (m/s). Die Windkraft wächst mit dem Quadrat der Windgeschwindigkeit und erhöht sich um 100% beim Übergang von Beft 4 auf 5.

Den Bug ändern: Richtungswechsel beim Amwindkurs, wenn gegen den Wind gekreuzt werden soll.

Bugkorb: eine fest am Bug aus Edelstahlrohr gefertigte Kanzel, die mit der Seereling verbunden ist.

Bullentalje/-stander: Seilzug über eine Rolle, die seitlich ungefähr mittschiffs am Decksrand befestigt ist, wobei das eine Ende hinten am Baum angeschlagen und über eine Rolle ins Cockpit geleitet wird. Verhindert das plötzliche und sehr gefährliche Umschlagen des Baums (Patenthalse), wenn bei achterlichem Wind (Vorwindkurs) gesegelt wird und der Wind schralt (seine Richtung wechselt).

Cockpit/Plicht: Eine im hinteren Teil der Yacht angebrachte Vertiefung im Deck, die als Aufenthalts- und Arbeitsbereich dient, deswegen ausgestattet mit Sitzbänken. Dort befindet sich auch der Niedergang in die Kajüte und das Ruder.

Dirk: Leine, die von der Mastspitze zum hinteren Teil des (Groß)-Baumes gespannt wird und den Mast hält, wenn das Segel nicht gesetzt ist.

Fallen: sind in der Regel die Taue, mit denen man ein Segel hochzieht („setzt"), also das Großfall für das Großsegel und das Fockfall für die Genua und danach „belegt", also festmacht an einer Klampe oder an einem Fallenstopper.

Fender: kugel- oder zylinderförmiges Schutzpolster aus elastischem Material, das an die Reling gehängt wird und die Bordwand vor Beschädigungen durch andere Schiffe oder Kaimauern schützt.

Genua: Vorsegel, i.d.R. einrollbar, mit großer Segelfläche, oft bis über die Mitte des Schiffes hinausreichend. Sorgt für den Vortrieb. Nach dem Revier im Mittelmeer benannt.

Groß(segel): das Segel, das i.d.R. eine kleinere Segelfläche als die Genua hat und am Mast festgemacht wird. Wird in unterscheidlichen Ausführungen benutzt. Bei einer Segelyacht stabilisiert das Groß die Schiffsbewegung.

Heck: der hintere Teil eines Schiffes, im Gegensatz zum Bug.

Hundekoje: Schlafraum im hinteren Teil der Kajüte („Salon"), nur wenig breiter als ein ausgewachsener Mann. Wird meistens als Stauraum für Gepäck verwendet.

Knoten: siehe Seemeile

Kreuzen: Zick-Zack-Kurs gegen den Wind (Amwindkurs), da ein Segelboot nicht direkt gegen den Wind fahren kann.

Kuchenbude: zeltähnlicher Aufbau über der Plicht (Cockpit), mit Stangen verstärkt, Seitenwände und Rückseite meistens mit Fenstern ausgestattet. Schützt bei Regenwetter und schafft einen „dritten" Raum auf dem Schiff.

Luv(seite): die dem Wind zugewandte Seite des Schiffes, Gegenteil: Lee(seite)

Plotter: Bildschirm, der über das eingebaute GPS den Standort auf der elektronischen Karte und den Kurs zeigt, zusammen mit anderen Details wie Wassertiefe, Hindernisse, Küstenlinien usw.

Pütz: stabiler schwerer Eimer, meistens aus Gummi, mit dem Seewasser an Bord geholt wird.

Radar-Reflektor: meistens ein zylinderförmiger Gegenstand, der an den Wanten befestigt wird und die Radarerkennung durch die Berufsschifffahrt ermöglicht.

Raumschotskurs: Der Wind kommt mehr oder weniger von der Seite. Dadurch können die Segel weit aufgelassen werden.

Reff(en): die Segelfläche verkleinern. Dazu gibt es für das Großsegel zwei Leinen (Reffleinen), die durch den Baum hindurchgehen und über entsprechende Rollen ins Cockpit verlegt sind. So kann man von hier aus reffen, ohne auf das Deck zu müssen. Reffkauschen sind besonders verstärkte und abgesteppte Löcher im Vor- und Achterliek (vordere und hintere Kante des Segels), durch die die Reffleinen geführt werden.

 

 

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update: 29.08.2018                                                                                                                                                 zurück zur Hauptseite